13. Februar 2004:
»GeDenken« – Texte

   
       

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Botschaft an Dresden von Luis Iriondo aus Guernica und Beatriz Abril aus Madrid

Vor 68 jahren wurde ich in Guernica bombardiert. Auf diesem Platz wurde vor einem Jahr von einem Schüler meine Botschaft an Dresden vorgelesen. Sie gilt heute noch. Vier Wochen später am 11 März 2004 war mein Sohn in Lebensgefahr, als er einen Vorortszug nach Madrid nahm. Kurz danach explodierte im nächsten Zug eine der 13 Bomben diese Unheiltages. Sie nahm das Leben von Oscar.

Beatriz, Schwester von Oscar, wurde eingeladen, eine Botschaft an Dresden zu senden. und sie hat einen Liebesbrief an Oscar geschrieben.

„Mein lieber Bruder
Vor fast einem Jahr wurde Dein Leben geraubt und unser Leben erlitt eine Verletzung, die nie vernarben wird. Nur 19 Alt was Du, hattest all dein Leben vor Dir, Du der dieses Leben so sehr geliebt.hast.

Wie jeden Morgen hast Du, um in die Universität zu fahren, ein Zug voller Leute genommen, die zur Arbeit oder in die Universität wollten, ein Zug voller Hoffnungen, den Zug der gebrochenen Träume.

Alles ist seitdem anders, ohne dich ist nichts mehr wie es war. An jedem Tag, in jedem Moment erinnern wir uns an Dich. Wir haben Dich verloren, aber die Erinnerung an Dich wird uns keiner nehmen: Die guten Zeiten neben Dir, Deine Lehre der Güte. Du wusstest, dass Krieg nicht der Weg ist, nie ein Weg war, dass Krieg keine Berechtigung hat und dass Krieg viele unschuldige Menschen totet. Für uns bist Du immer ein Beispiel von Güte, Freundschaft. Respekt, Toleranz und Liebe, viel Liebe“.

Liebe Freunde aus Dresden:
Dieses Unglück ist nicht rückgängig zu machen. Dennoch, lernen wir im Namen meines Bruders und aller Opfer aus diesem Zug, dass Frieden und Toleranz der einzige Weg für ein harmonisches Zusammenleben zwischen den Menschen und den Nationen sind, dass Gewalt nur mehr Gewalt hervorruft.

Ungerechtigkeiten geschehen überall in der Welt und zerstören viele Leben. Seit 30 Jahren können wir Spanier den Terrorismus allzugut und der Anschlag in Madrid war der grausamste in unserer Geschichte. Aus Spanien bitte ich darum, dass unser Leben nicht von Fremdenhass bestimmt wird, sondern dass Frieden und Toleranz Teil unseres Lebens werden.

Beatriz Abril

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  Überbracht von Juan Gutierrez

 

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